Erbschleicher-Komödien, in denen Mittels Maskerade das Testament eines bereits Verstorbenen zugunsten habgieriger Verwandter abgeändert werden soll, sind klassisch. Puccini komponierte sogar eine Oper auf diesen Stoff („Gianni Schicchi“). So kommt es auf das „Wie“ an. Da gab es nichts zu raunzen. Karola Meeder inszenierte flott und mit dem nötigen Quantum Humor. Ihr stand aber auch eine Besetzung ohne Schwachpunkt zur Verfügung. Vor allem die Damen Michaela May (habgierig) und Marion Mitterhammer (lasziv) brillierten. Wolfgang Völz war ein Butler, wie er im Büchl steht, Hardy Krüger jun. pflichtgemäß fesch.
Da freut sich die raffgierige Verwandtschaft: Der schwerreiche Großindustrielle Jack Farnberg gibt mitten unterm Essen den Löffel ab. Nun wird groß abgecasht! Aber bald gibt’s lange Gesichter: Der alte Sonderling hat die ganze Mischpoche enterbt! Was nun? Die clevere Nichte Elfriede (Michaela May) hat eine Idee: Jacks verstoßener Sohn Mike (Hardy Krüger jun.) könnte doch in die Rolle seines toten Vaters schlüpfen und beim Notar das Testament ändern. Der Schauspieler lässt sich, da arbeitslos und völlig pleite, auf die Sache ein … Prominent besetzte TV-Klamotte.
Klamauksatire mit gaaanz viel Schadenfreude – Wer zu viel will, bekommt gar nichts, lautet die Botschaft dieser Verwicklungskomödie.
Top-Tipp: Hardy Krüger jun. brilliert diesmal in einer Doppelrolle. Einen alten Mann zu spielen, fand Hardy Krüger jun. gar nicht so schwer. „Nur die viereinhalb Stunden Maske täglich waren anstrengend.“ Bravouröse Vorstellung.
Klamaukige Erbschaftssatire, gepfeffert mit einer Portion Schadenfreude.
Ein stinkreicher Verwandter stirbt und vererbt seiner Familie … nichts! Also beschließt die geiernde Sippe, das Testament zu ändern. „Die Welt ist die beste aller denkbaren“, hat der Philosoph Leibnitz einmal gesagt. Auf diesen filmgewordenen Faschingsscherz trifft eher das Gegenteil zu.
Komödie mit Hardy Krüger jun. in einer Doppelrolle: Geldgierige Sippe will Testament zu ihren Gunsten ändern. Biederer Schwank, prominent besetzt.
Die liebe Verwandtschaft plant einen kriminellen Familiencoup – Action, gute Laune und ein Hauch Tiefsinn.
Die Präsentation der topbesetzten Verwechslungskomödie „Auch Erben will gelernt sein“ (ORF 2) war ein Heiterkeitserfolg. In der Produktion der Graf Film spielt Hardy Krüger jun., eben erst als „Bel Ami“ erfolgreich, die Doppelrolle eines beschäftigungslosen Schauspielers und eines Millionenerben.
Verwechslungsspaß mit Hardy Krüger jun. in einer Doppelrolle!