In Graz, Europas Kulturhauptstadt 2003, beginnts: Hier nimmt das Geschehen der turbulenten ARD-ORF-Koproduktion „Am Ende aller Tage“ ihren Anfang, die in Graz und im Friaul von der Klaus Graf-Filmproduktion gedreht wird.
Günther Maria Halmer („Anwalt Abel“) spielt einen streng zurückgezogen lebenden Professor für Literatur und Kunstgeschichte an der Universität Graz.
Mit dem Auftauchen des achtjährigen Ricky (Jeremy Mockridge), dem Patenkind der Haushälterin des Herrn Professor, ist es mit dem Frieden vorbei. Aus privaten Gründen muss die Italienerin (Sabine Vitua) Hals über Kopf abreisen und lässt den Buben zurück. Nur für eine Nacht.
Doch der Herr Papa, der Ricky abholen sollte, taucht nicht auf, und als der Bub erfährt, dass sein Vater einen Unfall hatte, reißt er Richtung Italien aus: Hinter ihm her der Professor, der sich seiner Verantwortung bewusst ist. Ab nun geht es drunter und drüber.
Der Film ist hochkarätig besetzt: Ruth Maria Kubitschek, Christian Kohlund, Wolfram Berger und Heio von Stetten sind weitere Glanzlichter.
Es ist heiß in den Weinbergen von Friaul. An die 35 Grad, doch die Crew, die seit einigen Tagen die Unterhaltungskomödie „Am Ende aller Tage“ (2004 im ORF und in der ARD) der Kärntner Klaus Graf-Filmproduktion dreht, kümmert dies wenig.
„Ton ab, Kamera läuft“, ertönt es immer wieder. Hauptdarsteller Günther Maria Halmer als vergrämter Germanistikprofessor spaziert in der prallen Sonne in Anzug, Gilet und Krawatte gemeinsam mit Filmpartnerin Sabine Vitua, die seine Haushälterin spielt, ohne einen Tropfen Schweiß zu verlieren.
Etwas abseits vom Geschehen vetreibt sich der neunjährige Jeremy Mockridge, Sohn von „Lindenstraße“-Darsteller Bill Mockridge, mit dem Gameboy die Wartezeit. Er spielt Vituas Patensohn, der nach Italien ausreißt, um seinen kranken Vater zu suchen. Doch bis zum Auftritt dauert es noch zwei Stunden. Günther Maria Halmer, der in internationalen Produktionen wie „Gandhi“ oder „Sophies Entscheidung“ mitwirkte: „An die Hitze gewöhnt man sich. Dass ein Kind mitspielt, erschwert die Dreharbeiten naturgemäß, da man mehr Rücksicht nehmen muss. Aber mich hat das Drehbuch gereizt. Die Geschichte mit dem Jungen, auf den ich plötzlich aufpassen muss und der dann nach Italien ausreißt und ich hinterher, hat mich angesprochen.“ Gibt es Unterschiede zwischen internationalen und heimischen Produktionen? „Natürlich. Bei internationalen Drehs ist der Produktionsstab größer, es steht mehr Geld zur Verfügung und in die Werbung wird auch viel mehr hinein gebuttert. In Deutschland oder Österreich ist es jedoch familiärer.“
Ruth Maria Kubitschek muss sich in die Filmfamilie erst noch einleben. Sie kam direkt aus der Schweiz, um für fünf Drehtage die italienische Mutter von Vitua zu spielen. Anschließend fliegt sie nach Mauritius, um dort für die Nachfolge-Serie von „Klinik unter Palmen“, „Traumhotel“, vor der Kamera zu stehen. Ob sie ihre eigene Persönlichkeit einbringen wird? Kubitschek spontan: „Ich bin die Summer meiner Vergangenheit, und die stelle ich zur Verfügung.“
„Es geht darum, die Sonnenseiten des Lebens zu entdecken, Freude zu haben, glücklich zu sein, Liebe empfinden zu können“, beschreibt Regisseurin Ariane Zeller ihren jüngsten Film „Am Ende aller Tage“, der zurzeit in den sengend heißen friulanischen Weinbergen gedreht wird und zu dem sie auch die Idee lieferte. (…)
Günther Maria Halmer spielt den verschrobenen Witwer, als Haushälterin ist Sabine Vitua zu sehen, die von ihrer Rolle begeistert ist: „Sie ist so temperamentvoll und gerade heraus. Ein bisschen wie Sophia Loren in ihren Paraderollen“, schwärmt Vitua, die jedoch nur drei Worte italienisch kann.
Glanzvoll besetzt ist auch der Part von Marias Mutter: Ruth Maria Kubitschek, die nach zehn Jahren Pause erst vor kurzem wieder ins Filmleben zurückgekehrt ist, spielt die Bäuerin Anna Bonfiglio, „eine einfache Person mit vielen Emotionen“.
Die ORF-Ausstrahlung dieser Liebesgeschichte der Klaus-Graf-Film ist für 2004 geplant.
Pasta, Vino & Amore. Ein Menschenfeind, ein Junge und eine Prise Dolce Vita: „Am Ende aller Tage“ wird derzeit im Friaul gedreht.
Die Mittagshitze lässt die Weinberge grünlich flirren. Im Garten vor dem rot getünchten Steinhaus trocknen Pasta-Bänder in der Sonne. Im Türrahmen lehnt eine Frau – blond, etwas reifer – mit blauer Schürze, blauem Kopftuch und sieht ein wenig müde vor sich hin. (…) Drei Tage werden die Dreharbeiten hier im friaulischen Cormons nahe der slowenischen Grenze noch dauern. Dann ist „Am Ende aller Tage“ – produziert von der Klaus Graf Filmproduktion gemeinsam mit dem ORF für die ARD, Sendetermin ist 2004 – im Kasten. Für Klaus Graf ist es der vierte eigene Film. Mainstream sei zwar wichtig, sagt Graf, plant aber quasi als Kontrastprogramm für Herbst 2004 eine Verfilmung von Josef Winklers „Natura morta“.