
,,Der Arzt vom Wörthersee" hatte in Klagenfurt Premiere. Hauptdarsteller reisten vergnügt an.
,,Nach dem 25. Film machen wir die Premiere in Hollywood", witzelte sichtlich voller Vergnügen Walter Striedinger, Vorstand der Raiffeisenbezirksbank und zwinkerte seinem Vorstandskollegen Rudi Pirker zu. Die beiden Bänker kennen sich mittlerweile im Filmgeschäft aus. Gestern feierten sie bei der Premiere zum ,,Arzt vom Wörthersee" den neunten Film, den sie mit Produzent Klaus Graf umgesetzt haben. Um sich auf einen intensiven Premierenabend im Konzerthaus vorzubereiten, hatte das Banken-Film-Trio ins Hotel Dermuth nach Klagenfurt eingeladen.
Hauptdarstellerin Lara Joy Körner war mit ihren beiden Söhnen angereist. Ulrich Reinthaller kam mit Graf direkt aus München und Wolfgang Fierek, der im Film die Sprechstundenhilfe mimt, hatte seine Harley zu Hause gelassen.
Drehbuchautorin Gabriele Diechler, die bereits an dem nächsten Drehbuch arbeitet, Schauspielerin Magdalena Kropiunig und Herstellungsleiter Michal Pokorny stärkten sich bei einem köstlichen Fastenmenü. Am 17. März um 20.15 Uhr zeigen ARD und ORF den Pilotfilm. Wenn der beim Publikum ankommt,
gibt es eine Fortsetzung.
Was einstens das „Schloss am Wörthersee“ war, könnte – betrachtet man die Sache mit den Augen von Werbemanagern – künftig „Der Arzt vom Wörthersee“ werden; vorausgesetzt, ORF und ARD entschließen sich dazu, Fortsetzungen der Auftaktsendung, die am Freitag über unsere Bildschirme lief, zu produzieren. Sieht man sich die österreichischen Einschaltquoten an, so war die Geschichte, die in Maria Wörth spielt, nicht gerade ein Quotenbrecher. Mit 632.000 Zusehern blieb die Sendung hinter der Millionenshow (921.000 Zuseher) und den Dancing Stars (1,335 Zuseher) weit zurück.
In deutschen Nachbarlanden gaben allerdings gleich 5,71 Millionen Fans via ARD dem Wörthersee-Arzt die Ehre, selbst die „Tagesschau“ (gleichzusetzen unserer ZIB 1) blieb dem gegenüber um 10.000 Zuschauer zurück.
Geht man also von der Werbewirksamkeit aus, kann man den Graf-Film als Erflog betrachten. Beurteilt man ihn nach dem Inhalt, dürfe er eher unkritische Geister angesprochen haben.