Nachhaltig von vorne bis hinten: Am Set von „Die Toten vom Bodensee“ stand 2025 neben der Inszenierung drei neuer Folgen auch wieder der bewusste Umgang mit Ressourcen im Mittelpunkt. Von Kostümfundus über Reisetätigkeiten bis hin zum Catering haben wir konsequent auf umweltschonende Maßnahmen gesetzt. Mit einer Vielzahl an Maßnahmen haben wir darauf geachtet, Ressourcen zu schonen, Emissionen zu reduzieren und bewusste Entscheidungen in allen Bereichen der Produktion zu treffen – kreativ, praktisch und mit Blick auf zukünftige Produktionen.
Kostümkreislauf
Nicht nur die ikonische grüne Jacke des Hauptkommissars Micha Oberländer kommt seit Jahren immer wieder zum Einsatz – ebenso viele weitere Kleidungsstücke, die für unterschiedliche Rollen oder Komparseneinsätze genutzt werden. Dieses bewusste Wiederverwenden schont Ressourcen und verringert den Bedarf an Neuanschaffungen. Auch die Uniformen der Polizei und der Spurensicherung stammen aus unserem eigenen Fundus und werden Staffel für Staffel wiederverwendet. Durch Reparaturen und eine umweltfreundliche Pflege verlängern wir die Lebensdauer unserer Kostüme deutlich.
Umweltfreundliche Reinigung
Von der Kostümpflege bis zum Reinigungsdienst am Set setzen wir auf zertifizierte, umweltfreundliche Reinigungsmittel mit anerkanntem Umweltzeichen (z. B. EU Ecolabel, Blauer Engel). Im Sanitärbereich kamen ausschließlich zertifizierte Produkte zum Einsatz. Gedruckt wurde nur, wenn nötig – auf umweltzertifiziertem Papier.
Lebensmittel wertschätzen
Trotz sorgfältiger Planung: wenn Essen beim Catering übrigblieb – es wurde nicht verschwendet. Viele Crewmitglieder brachten eigene Mehrwegdosen mit, um Essen mit nach Hause zu nehmen und mit Freund:innen, Familie oder Nachbar:innen zu teilen. Auch unsere Motivgeber:innen konnten sich so über eine kleine Stärkung freuen. So wurde Lebensmittelverschwendung aktiv vermieden.
Umweltschonende Produktionsmobilität
Bei jeder Fahrt im Rahmen der Produktion wurde überlegt, wie sie möglichst umweltschonend gestaltet werden kann. Mehr als die Hälfte aller zurückgelegten Kilometer während der Dreharbeiten erfolgte so auf nachhaltige Weise – mit der Bahn, per E-Auto oder mit Hybridfahrzeugen. Die durch Reisetätigkeit verursachten CO₂-Emissionen konnten im Vergleich zum Vorjahr von 78.689,32 kg auf etwa 58.211 kg CO₂ reduziert werden.
Ausstattung – Leihen statt Kaufen
Ob Requisiten, Setdekoration oder Material: 72 % stammten aus Leihgaben, Fundus oder Second-Hand-Quellen. Neue Anschaffungen erfolgten nur, wenn unbedingt nötig. 6 % konnten sogar regional beschafft werden. So wurde konsequent auf Wiederverwendung und kurze Lieferwege gesetzt.
Fazit: Die Produktion von „Die Toten vom Bodensee“ zeigt, wie konsequente Nachhaltigkeit am Filmset gelebt werden kann – von Kostümen über Mobilität bis zum Catering. Durch vielfältige Maßnahmen wurde nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch ein zukunftsweisendes Zeichen für ressourcenschonendes Produzieren – auch abseits vom Set – gesetzt.
Green Infos: Janine Ziemeck / Green Film Consultant Die Toten vom Bodensee
Fotocredit: Lilo Werner